Die Kirche wurde am 28.Oktober 1298, der Tag des Simon und des Juda, geweiht. Sie ist auf Feldsteinen gebaut, nur an den Giebeln, Portalen und Fenstern sind Backsteine verarbeitet. Das Schiff ist 3-teilig.
1785 wurde die Kirche renoviert, hieran erinnern folgende Tafeln:
Eine weitere Renovierung fand in den Jahren 1859-63 statt. Das Nord- und Südportal wurden zugemauert, Altar und Gestühl erneuert und die Orgel vom Orgelbauer Friese neu aufgestellt.
Am 29.11.1863 erfolgte im Beisein von Großherzog Friedrich Franz II, er war der Patronatsherr der Biestower Kirche, die feierliche Wiedereinweihung.
Das Triumpfkreuz mit Maria, Johannes und den Evangelistensymbolen stammt aus dem 15. oder Anfang des 16. Jahrhundert.
1811 befanden sich in der Kirche noch 2 Beichtstühle aus den Jahren 1642 und 1763, sowie hölzerne Marienbilder, 1 Ritterstatue und 2 Gemälde. Hiervon ist aber nichts mehr erhalten.
In den letzten 20 Jahren gab es immer wieder größere Arbeiten in der Kirche. So wurden 1988 die bleiverglasten Fenster erneuert, 1992 wurde das Kirchendach neu gedeckt, 1993 die Frieseorgel völlig überholt und 1998 der Altarraum völlig neu gestaltet.
Anfang 2001 folgte dann eine umfassende Innenrenovierung der Kirche.
2008 und 2009 wurde eine neue Lautsprecheranlage eingebaut, so dass die Beschallung der Kirche nun optimal erfolgt. Die Kirche ist gleichzeitig mit einer Induktionsschleife ausgerüstet worden, so können nun hörgeschädigte Personen via Hörgerät ebenfalls dem Gottesdienst folgen.
Nach dem das Kruzifix 1988 an der Außenwand des Ostgiebels abgenommen wurde und nach mehrjährigem Trocknungsprozess mühevoll restauriert werden konnte, hängt es nun seit 1998 am Altar. Ein originalgetreuer Abguss befindet sich seit dem wieder am alten Platz, außen am Ostgiebel.
Das originale hölzerne Kruzifix ist eine handwerkliche Meisterleistung aus dem Jahre 1420.
Bis 1911 hatte die Kirche einen hölzernen Turm. Anno 1894 brach durch einen Blitzschlag eine Feuer im Turm aus.
Später gab noch noch einen weiteren Brand, der während des Gottesdienstes durch eine glimmende Zigarrete entfacht wurde.
Der jetzige Kirchturm wurde nach 2 jähriger Bauzeit und dank der großzügigen Unterstützung des damaligen Sildemower Gutsherrn am 29.09.1912 der Gemeinde übergeben. Er hat eine Höhe von 48 m.
Eines der großen Projekte der letzten Zeit war die Sanierung der mittelalterlichen Bronzeglocke. In der Zeit des I. Weltkriegs wurde die Glock für Rüstungszwecke ausgebaut und ihr wurde die Krone angeschlagen.
Die Glocke überlebte den Krieg - und sie überlebte sogar den Ausbau und Abtransport im II. Weltkrieg.
Im Jahr 2005 wurde sie ausgebaut und vorübergehend stillgelegt. Durch die hohe Spendenbereitschaft in unserer Gemeinde waren schnell die Mittel zusammen, um eine neue Krone anzufertigen. Am 8. Oktober 2006 traf die Glocke mit einem feierlichen Umzug durch das Dorf Biestow wieder ein. An Heilig Abend 2006 läutete sie dann das erste mal in alter Pracht wieder.






